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07.12.17: Brenner-Gipfel noch vor Weihnachten in München; zwei Wintersportler im Unterland von Lawinen erfasst & Fußabdruckstudie zu Alpen-Schigebieten war offenbar fehlerhaft

Noch vor Weihnachten wird es in München einen „Brenner-Gipfel“ unter Leitung der EU-Kommission geben. Angepeilt wird eine gemeinsam verträgliche Lösung gegen den starken Transitverkehr am Brennerkorridor. Und dabei wird wohl auch über die LKW-Blockabfertigung bei Kufstein gesprochen, die laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gegen den EU-Grundsatz des freien Warenverkehrs verstößt. Am Brennergipfel werden Vertreter Tirols, Südtirols, Österreichs, Italiens, Bayerns und Deutschlands teilnehmen.

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„Das Schigebiet Sölden ist unter den Schigebieten in den Alpen der größte ökologische Sünder überhaupt!“ Das hat im Frühjahr ein bayerischer Landschaftsökologe in seiner aktuellen Studie behauptet. Jetzt wird das in einem von der Tiroler Wirtschaftskammer in Auftrag gegebenen Gutachten widerlegt. Autorin Helga Pröbstl-Haider von der BOKU in Wien kommt zum Schluss, dass die bayerische Studie vermutlich mangelhaft und die Schlechtrederei des Forschers ungerechtfertigt war. Pröbstl-Haider spricht von groben Mängeln bei der Datenerfassung und Bewertung von rund 1.000 Schigebieten. Außerdem sei in der Studie kein ökologischer Fußbadruck erfasst worden, sondern ein Eingriffsindex. In die Studie seien also vor allem Faktoren in der Vergangenheit berücksichtigt worden und nicht die Ist-Situation der jeweiligen Schigebiete.

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Die weiße Pracht lockt heuer so früh wie selten zahlreiche Schifahrer auf die Pisten, aber auch abseits der Pisten. Und so früh die Schisaison heuer beginnt, tut es auch die Lawinensaison. In Fieberbrunn hat gestern Nachmittag ein 19jähriger Snow-boarder im freien Schiraum oberhalb der Bergstation Reckmoos ein Schneebrett ausgelöst. Der Deutsche wurde mitgerissen und gegen die Lawinenverbauung gedrückt. Schwer an der Wirbelsäule verletzt wurde der 19jährige Teilverschüttete in die Klinik Innsbruck geflogen. Nicht einmal eine halbe Stunde später hat in Westendorf ein 56jähriger deutscher Schifahrer im Bereich der Schneegrubenspitze eine Lawine ausgelöst und wurde 40 Meter mitgerissen. Dank des Lawinenairbags wurde er nur teilverschüttet und konnte sich selber befreien. Er musste vom Polizeihubschrauber ausgeflogen werden, weil ein Schi verloren gegangen ist.

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Im Schigebiet Giggijoch in Sölden ist gestern am frühen Nachmittag eine 27jährige Österreicherin beim Schifahren gestürzt. Mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma wurde die junge Frau in die Klinik Innsbruck geflogen.

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In Innsbruck wird seit Montagabend ein 85jähriger Mann vermisst. Er wurde zuletzt gegen 21 Uhr in der Kaufmannstraße gesehen. Die Angehörigen befürchten einen Unfall. Hinweise sind an jede Polizeidienststelle erbeten. Fotos des Vermissten finden Sie auf unserer U1-Facebookseite.

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Wir bleiben kurz in Innsbruck: Dort ist es jetzt mehr oder weniger fix, dass die Bevölkerung am 22. April 2018 einen neuen Gemeinderat und einen neuen Bürgermeister wählen wird. Der Gemeinderat hat das Datum gestern beschlossen. Heute muss der Stadtsenat noch zustimmen.

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Die Präsidenten von acht Kammern in Tirol, darunter die drei großen Arbeiter-, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer, laufen gegen die mögliche Abschaffung der Kammerpflichtmitgliedschaften in Österreich Sturm.

„Das ist ein Anschlag auf die Demokratie in unserem Land, auf demokratisch gewählte Systeme. Man versucht jetzt ganz extrem eine Umfärbung herbeizuführen und das von staatlicher Seite her. Und dass wir uns dagegen zur Wehr setzten, ja zur Wehr setzen müssen, ist ganz klar. Denn wenn man auf der Basis demokratische Einrichtungen zerstört, dann haben wir irgendwann eine neoliberale Regierungs-Diktatur‟,

sagt AK-Präsident Erwin Zangerl. Die Kammern seien eine unverzichtbare Standesvertretung und wichtig, um den sozialen Frieden im Land zu wahren, sind sich die Präsidenten einig.

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Wegen des Vergehens der pornografischen Darstellung Minderjähriger steht heute ein junger Tiroler vor Gericht. Der Jugendliche soll einer zum Tatzeitpunkt noch Minderjährigen gedroht haben, Fotos von ihr in Unterwäsche zu verbreiten, wenn sie nicht geschlechtliche Handlungen an sich vernehme. Die Aktfotos hatte sie ihm zuvor selbst geschickt. Das Mädchen kam der Aufforderung nach und fertigte ein Video von sich mit eindeutigen Handlungen an. Der Angeklagte soll das Video gespeichert und per Whatsapp weitergeschickt haben. Dem 15-Jährigen drohen im Falle einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft.

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Auch ein Barkeeper muss sich heute vor Gericht verantworten und zwar wegen Veruntreuung. Der mittlerweile 29 Jährige soll in den Wintersaisonen 2010 bis 2015 insgesamt 100.000 Euro veruntreut haben. Er habe durch falsche Bonierungen die Einnahmen im besagten Wert nicht abgeführt. Ihm drohen im Falle einer Verurteilung bis zu drei Jahre Haft.

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Die Tiroler Polizei warnt jetzt zu Beginn der Wintersaison vor Schi- und Snowboarddieben. 2016 wurden zwar so wenige Wintersportgeräte wie schon lange nicht mehr gestohlen, trotzdem waren es noch mehrere tausend. Vor allem vor den Aprés-Ski-Lokalen verschwinden Skier sehr oft.

„Am besten wäre, wenn man die Schi ständig im Auge behalten könnte während des Aufenthales im oder vor dem Lokal oder bei der Snowbar. Allerdings wird das nicht immer möglich sein, und deswegen wäre wichtig, unter Umständen die Schi getrennt voneinander abzustellen. So tut sich der Täter dann schwer, die zusammenpassenden Schi zu finden. Oder man sichert die Schi mit einem versperrbaren Kabelschloss‟,

nennt Hans-Peter Seewald von der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes einen von vielen Tipps, sich vor Schidieben zu schützen. Zu ebendiesem Thema wird er heute zwischen 11 und 12 Uhr bei uns hier auf Radio U1 Tirol live zu Gast sein.

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Und in Jochberg hat die TIWAG gestern die erste Schnelllade-Station für Elektrofahrzeuge in Tirol in Betrieb genommen. Diese ladet den Akku der Autos vier Mal so schnell auf, als herkömmliche Ladestationen. Landeshauptmann Günther Platter spricht von einem Lückenschluss der Verkehrsader zwischen Innsbruck und Lienz.

„Mir ist es wichtig, dass wir flächendeckend Ladestationen zur Verfügung stellen, damit all jene, die auf ein Elektrofahrzeug umstellen wollen, auch die entsprechenden Rahmenbedingungen vorfinden können.”

Bis zum Jahresende wird es in Tirol 55 Öffentliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge geben. Nächstes Jahr kommen 20 weitere dazu.



(für Radio U1 Tirol, Peter Marksteiner)

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