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12.01.18: Indizienprozess wegen Mordes an 26jähriger Wörglerin geht heute weiter; Kritik an Fernpass-Scheiteltunnel-Plänen von LH Platter & seit zehn Jahren wieder mehr Lehrlinge in Tirol

 Am Landesgericht Innsbruck geht heute der gestern begonnene Indizienprozess gegen den mutmaßlichen Mörder einer zweifachen Mutter aus Wörgl im letzten Jahr in die zweite Runde. Heute werden insgesamt 21 Zeugen angehört. Es ist einer der spannendsten Indizienprozesse seit langem. Der vorsitzende Richter Josef Geisler hatte den Angeklagten, der der Schwiegervater der Toten ist, gestern beim Prozessauftakt mit Fragen gelöchert. Auf viele hat der Angeklagte keine Antwort. Er bekennt sich nach wie vor nicht schuldig. Staatsanwalt Florian Oberhofer hat deshalb bereits beim gestrigen Prozessbeginn darauf hingewiesen, dass die genaue Todesursache sowie das Motiv nach momentanem Stand der Dinge wohl nicht geklärt werden können. Die meisten Zeugen, die heute aussagen werden, sind Familienangehörige des Opfers sowie des Angeklagten 43-jährigen. Ein Urteil der Geschworenen wird für heute Abend erwartet.

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Harsche Kritik von allen Seiten gibt es jetzt an den Plänen von Landeshauptmann Günther Platter für den Bau des Fernpass-Scheiteltunnels bis 2025. Die Grünen warnen vor einer neuen Transitroute durch Tirol, die der Tunnel öffnen würde. Das zeige auch eine Studie des Landes, so die Grünen. Die Außerferner SPÖ befürchtet durch den Tunnel mehr Lärm und Luftverschmutzung durch noch mehr Verkehr im Bezirk. Stattdessen wird ein Bahntunnel zwischen dem Ehrwalder Becken und dem Inntal gefordert. Die FPÖ will ein Großtunnelprojekt mit dem Gartnerwand-Tunnel umgesetzt wissen. Das Transitforum Austria arbeitet an einem Sofortmaßnahmenpaket zur Lösung des Tiroler Transitproblems. Der Fernpass-Scheiteltunnel würde dazu jedenfalls nicht beitragen, heißt es vom Transitforum.

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In einem Sondereinsatz mit mehr als 70 Polizisten sind gestern insgesamt acht Personen festgenommen worden. Die Tschetschenen sollen mehrere Raubüberfälle auf illegale Wettbüros in Innsbruck und im Unterland begangen haben. Auch mehrere Häuser sind gestern durchsucht worden.

source site „Bei diesen Hausdurchsuchungen haben wir auch drei Faustfeuerwaffen samt teilweise auch Munition sichergestellt. Wir haben Diebesbeute gefunden und auch einen Bargeldbetrag in der Höhe von 5.000 Euro sicherstellen können”,

weiß der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Christoph Hundertpfund. Er spricht von einer der größten Razzien, die bisher in Tirol durchgeführt worden sind. Die Tschetschenen schweigen zu den Vorwürfen. Heute entscheidet die Staatsanwaltschaft über die Verhängung der U-Haft.

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Das erste Mal seit zehn Jahren gibt es wieder mehr Lehrlinge in Tirol! Das gibt Wirtschaftskammer-Vizepräsident Martin Felder erfreut bekannt.

„Lehre mit Matura machen derzeit im ganzen Land rund 400 Jugendliche. Insgesamt haben wir in Tirol momentan 10.700 Lehrlinge in der Ausbildung.”

Tirolweit gibt es heuer um knapp ein halbes Prozent mehr Lehrlinge als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die meisten Lehrlinge bilden die Sparten Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel und der Industrie bzw. dem Tourismus aus.

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Durch die Peilung eines gestohlenen Laptops konnte die Polizei in St. Anton jetzt einen Einschleichdieb überführen. Am vergangenen Dienstagnachmittag ist ein zunächst unbekannter Täter wie berichtet in ein Hotel in St. Anton eingeschlichen und hat daraus Schmuck, Bargeld un zwei Laptops gestohlen. Durch die Peilung konnte einer der Laptops in Schruns in Vorarlberg lokalisiert werden. Die dortige Polizei hat einen 26jährige Niederländer festgenommen. Er gibt den Diebstahl zu und wird angezeigt.

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follow site Mit einem gebrochenen Oberarm hat gestern Vormittag für eine 46jährige Deutsche eine Fahrt mit dem Doppelsessellift “Panoramabahn Rastkopf” in Berwang im Außerfern geendet. Wegen eines Rucksackes am Rücken konnte sie beim Einsteigen nicht ganz nach hinten rücken und ist am Ende des Einstiegsbereiches in eine Grube geschoben worden. Die Frau ist in das BKH Reutte gebracht worden.

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Landtagsvizepräsident und Grünen-Landtagsabgeordneter Hermann Weratschnigg tritt bei den kommenden Landtagswahlen auf Landeslistenplatz 12 und als Spitzenkandidat für den Wahlkreis Schwaz an. Trotzdem verabschiedet er sich schon vorab aus der Landespolitik, denn:

„der Einzug in den kommenden Landtag ist für mich eher unwahrscheinlich. Ich werde aber trotzdem mit all meiner Kraft und all meinem Einsatz das Team von Ingrid Felipe für die kommenden Landtagswahlen unterstützen. Ich akzeptiere die Entscheidung der Grünen-Wahlversammlung, mich nicht auf vorderen Plätzen der Landesliste zu platzieren. Ich bleibe ein politischer Facharbeiter und kann nur dazu sagen, dass sich politisches Engagement nicht abwählen lässt und ich weiter für die Bürger im Bezirk zur Verfügung stehen werde.”

Auch der Zillertaler SPÖ-Landtagsabgeordnete Klaus Gasteiger sagt der Landespolitik „Adieu!“ Er will sich als Bürgermeister voll und ganz der Gemeindepolitik in Kaltenbach widmen.

„Ja aufgrund der Tatsache der so toll gewonnenen Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 12. November werde ich selbstverständlich der Gemeinde Kaltenbach true bleiben. Aber auf landes- und bundespolitischer Ebene ziehe ich mich zurück”,

sagt Gasteiger.

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go to link Und nach einem Dreivierteljahr intensiver Bauarbeiten und 2,8 Millionen Euro weniger in der Tasche haben die ÖBB, das Land Tirol und der Kufsteiner Bürgermeister gestern den neuen Bahnhofsvorplatz in der Festungsstadt eröffnet.

„Abseits der Funktion ist für mich natürlich die Optik entscheidend. Das ist der erste Eindruck, den man hat, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Kufstein kommt und der letzte Eindruck, wenn man Kufstein mit der Bahn verlässt. Und da präsentiert sich die Stadt jetzt natürlich in einem ganz anderen zeitgenössischeren Bild als noch vor Kurzem. Das war mir wichtig. Und nebenbei war mir natürlich auch wichtig, dass der Busverkehr ordentlich abgewickelt wird, dass da nichts Beengtes mehr ist, sondern dass es ein bisschen großzügig wirkt”,

so Bürgermeister Martin Krumschnabel. Der Bahnhofsvorplatz wird jetzt als Shared-Space, also als Begegnungszone zwischen Fußgängern und Autofahrern geführt. Neu sind unter anderem der Busterminal mit acht Busplätzen sowie der Kiss&Ride-Parkplatz.



(für Radio U1 Tirol, Peter Marksteiner)

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