UKW FREQUENZEN
08.10.17: Zwei Personen bei Alpinunfällen verletzt+++Größte Einsatzübung Landecks verlief erfolgreich+++Schwerer Motorradunfall bei Jenbach

Im Bereich der Ehrwalder Almbahn rutschte ein 54-jähriger Wanderer gestern auf einem Schneefeld aus, glitt rund 100 Meter darüber und stürzte in der Folge über eine Felskuppe weitere knapp 100 Meter über felsiges Gelände ab. Der Verletzte wurde von der Crew eines Notarzthubschraubers mittels Seilwinde geborgen und in das Klinikum nach Murnau geflogen. Dort wurden unter anderem eine schwere Wirbelverletzung sowie eine Lungenquetschung festgestellt.

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Auch beim Abstieg von einer Jagdhütte im Larsenntal, im Gemeindegebiet von Mils bei Imst, stürzte ein 32-Jähriger gestern am Wanderweg und in der Folge rund 30 Meter über steiles felsdurchsetztes Gelände ab. Anschließend blieb der Alpinist bewusstlos in einer Rinne liegen. Sein Begleiter leistete Erste-Hilfe, bevor der Verletzte ins Krankenhaus Zams geflogen wurde.

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Nach der größten Einsatzübung, die es je im Bezirk Landeck gegeben hat, zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. Wie berichtet haben bei der Übung  „Bachstelze 2017“ gestern rund 550 Personen mitgewirkt. Übungsannahme war ein Gewitter mit extremen Sturmböen im Oberen Gericht, das Muren, Überflutungen, Waldbrände oder auch abgeschnittene Gebiete nach sich zog. Auch wenn zwei von sieben Luftfahrzeugen kurzfristig ausfielen und Änderungen notwendig wurden, seien die  33 vorbereiteten Szenarien gut verlaufen. Man sei aber auch draufgekommen, dass es keine Funkverbindung zwischen Gemeinde- und Bezirkseinsatzleitung gibt. Dieses Problem soll nun behoben werden.  

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Auf der Achensee Bundesstraße krachte ein Motorradfahrer gestern frontal gegen das Heck eines verkehrsbedingt angehaltenen PKWs.  Der 21-jährige Lenker und eine am Sozius mitfahrende 15-Jährige wurden daraufhin über die Leitplanke geschleudert. Während die Mitfahrerin in einem Baum hängen blieb, stürzte der Motorradlenker rund sechs Meter tief  die dortige Böschung hinab. Beide wurden schwer verletzt in die Innsbrucker Klinik geflogen. Die Achensee Bundesstraße musste während der Bergungsarbeiten für rund eineinhalb Stunden gesperrt werden.

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Gestern Mittag haben in Tirol die Sirenen geheult. Probeweise ertönten beim jährlichen Zivilschutz-Probealarm die Signale „Sirenenprobe“, „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“. Die Bilanz fällt nun positiv aus, von den 963 Tiroler Sirenen haben 961 einwandfrei funktioniert. Das entspricht einer Quote von 99,79 Prozent. Daneben soll der Probealarm auch die Bevölkerung mit der Bedeutung der unterschiedlichen Signale vertraut machen. Zeitgleich mit dem Zivilschutz-Probealarm führte die TIWAG bei der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz sowie beim Kraftwerk Kaunertal den jährlichen Flutwellen-Probealarm durch.

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Heute in einer Woche ist es soweit. Österreich wählt einen neuen Nationalrat und Tirol stimmt über eine Olympia-Bewerbung ab. Seit ihrer Vorstellung Mitte August spaltet die Fragestellung bei der Volksbefragung zur möglichen Bewerbung Tirols, für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2026, die Gemüter. Zahlreiche Gutachten bescheinigen eine klare Rechtswidrigkeit, andere Gutachten sprechen von eindeutiger Rechtssicherheit. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer meint zur Fragestellung:

„Die Fragestellung ist eine ehrliche und ist ein Bekenntnis zu reduzierten Spielen, nachhaltigen Spielen, Spielen die zurück zu den Wurzeln gehen. Das muss man hineinschreiben. Weil dann ist die Verpflichtung da und jeder der das Kreuzerl bei „Ja“ macht, kann sich sicher sein, dass es Spiele werden, die entsprechend so ausgeführt werden.“

Er rechnet übrigens fest damit, dass sich die Tiroler für Olympia aussprechen.

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Nach viermonatiger Bauzeit konnte gestern in Flaurling das erste Tiroler Getreideaufbereitungszentrum ganz offiziell eröffnet werden. Daraus ergeben sich nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für Wirtschaft und Gastronomie neue Impulse:

„Dass man Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Verarbeitung und Vermarktung macht, um diese regionalen Kreisläufe auch zu schließen“,

freut sich Agrarlandesrat und Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler. Das neue Getreideaufbereitungszentrum ist ein Projekt der Tiroler Saatbaugenossenschaft. 500 Tonnen Getreide können hier eingelagert werden. Insgesamt 1,56 Millionen Euro  wurden in das neue Getreidezentrum investiert, Unterstützung gab es dabei von EU, Bund und dem Land Tirol.

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Noch nicht ganz abgekühlte Asche entfachte gestern in Nassereith einen Balkonbrand. Ein 58-Jähriger reinigte einen in seiner Wohnung befindlichen Holzofen, füllte die Asche in einen Kunststoffsack am  Holzbalkon und verließ anschließend die Wohnung. Ein Nachbar bemerkte schließlich eine Rauchentwicklung. Beim Eintreffen der Feuerwehr standen bereits ein Teil des Balkons und die Holzverschalung am Gebäude in Brand. Durch einen sofortigen Löscheinsatz konnte ein weiteres Ausbreiten der Flammen aber verhindert werden.

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Und weil er eine Wahlveranstaltung störte, wurde ein 16-Jähriger gestern in Schwaz festgenommen. Er beschimpfte unter anderem Teilnehmer. Ein Polizeibeamter außer Dienst forderte ihn schließlich auf sein Verhalten einzustellen. Als dies nicht geschah, nahm der Beamte den 16-Jährigen, trotz heftiger Gegenwehr, fest. Dabei zog er sich einen Knöchelbruch zu. Ein Alkotest bei dem 16-Jährigen ergab schließlich 1,16 Promille. Er wird angezeigt. (JR)

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