UKW FREQUENZEN
11.11.17: Grüne stellen Weichen für Landtagswahlen in drei Monaten; Jugendlicher in ÖBB-Regionalzug sexuell belästigt & Wohnungsparty in Ibk. eskaliert vollkommen

Bei der Landesversammlung der Tiroler Grünen heute in Igls wird die Richtung der Partei für die Landtagswahlen vorgegeben. Nach dem desaströsen Wahldebakel vor einem knappen Monat ist auch unklar, wie sich diese Schlappe auf die Wiederwhal Ingrid Felipes als Spitzenkandidatin auswirken wird. Hauptsächlich heißt es heute bei den Grünen, die Kritik, die in den vergangenen Wochen über die verschiedensten Kanäle gesammelt wurde, aufzuarbeiten. Laut Grünen-Landesgeschäftsführer Thimo Fiesel sei viel konstruktive und spannende Kritik dabei, die es zu besprechen gibt. Fest steht, die Grünen müssen ihr Image in den nächsten Wochen gehörig aufpolieren, stehen doch in gut drei Monaten die Landtagswahlen an. Fiesel spricht nach dem Schock Mitte Oktober von einer guten Stimmung in der Partei, die er sich für den Veränderungsprozess zunutze machen will. Parteiintern gilt Felipes Koalitionspolitik mit der ÖVP als umstritten. Heute muss die Rumerin daher um eine breite Zustimmung in der Partei bangen. Fix ist hingegen bereits, dass sich Soziallandesrätin Christine Baur nicht mehr zur Wahl aufstellen lässt.

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Ein Streit ums Geld unter vier Einheimischen ist heute um kurz vor zwei Uhr in der Nacht in Innsbruck aus den Fugen geraten. Ein Mann einer dreiköpfigen Gruppe soll laut Polizei einen 17jährigen bedroht und mit einer Waffe in die Luft geschossen haben. Zwei 20- und 21jährige Männer sowie ein 16jähriger Jugendlicher wurden vorübergeh-end festgenommen. Sie hatten eine Schreckschusspistole, einen Schlagring mit inegrierter Klinge und zwei Küchenmesser bei sich. Alle drei Männer werden angezeigt. Gegen zwei von ihnen wurde ein Waffenverbot verhängt.

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Ebenfalls in Innsbruck ist ist heute Nacht eine Party, die übergreifend in vier Wohnungen stattgefunden hat, völlig eskaliert. Die Mobile Überwachungsgruppe hat die Party aufgelöst, woraufhin rund 150 Personen vor dem Haus auf der Leopoldstraße weiterfeierten. Gegen ein Uhr in der Nacht rückte schließlich die Polizei aus, um den Tumult aufzulösen und die Straße wieder freizubekommen. Erst im Nachhinein wurde bemerkt, dass von einem Polizeiauto die hinteren Scheibenwischer abgerissen wurden. Verletzt wurde niemand. Die Veranstalter der Party werden angezeigt.

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Im ÖBB-Regionalzug von Jenbach nach Fritzens ist gestern Mittag ein 15jähriger Bursch von einem älteren Mann sexuell belästigt worden. Der Unbekannte hat dem Jugendlichen auf den Oberschenkel gegriffen und wollte ihn im Gesicht streicheln. Der 15jährige stand auf und setzte sich auf einen anderen Platz. Gesucht wird jetzt nach einem rund 60-65jährigen Mann. Er ist etwa 1,80 Meter groß, ist mittlerer Statur und hat eine Glatze, sowie auffallend gelbe Zähne. Der Mann roch stark nach Alkohol und trug eine braune Jacke, blaue Jeans und eine dunkle Sonnenbrille in Holzfassung. Er sprach Tiroler Dialekt.

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Wir bleiben noch auf der Schiene: Seit heute bis Montagmittag ist Arlberg-Bahnstrecke zwischen Ötztal und Bludenz gesperrt.

„Grund dafür sind Instandhaltungsarbeiten, Gleisarbeiten und Weichenneulagen auf der Strecke. Für diese Zeit ist aber, was den Fernverkehr betrifft, also die Railjets die zwischen Vorarlberg und Tirol unterwegs sind, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen. Und auch der Nahverkehr wird mit Bussen im Schienenersatzverkehr abgewickelt“,

weiß ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair. Die Sperre wird spätestens Montagmittag aufgehoben. Die gute Nachricht für Pendler: der Frühverkehr am Montag von Landeck in Richtung Ötztal und Innsbruck wird weitgehend planmäßig mit Zügen abgewickelt.

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Eine 42jährige Zillertalerin ist einem Internetbetrüger aufgesessen und um mehr als zehntausend Euro geprellt worden. Auf einer Internetplattform hatte die Frau einen Mann kennengelernt, der ihr zunächst via Internet und dann auch telefonisch vortäuschte, er sei schwer verliebt in sie. Am Ende gab der Mann auch an, er wolle die Zillertalerin heiraten. Mehrmals konnte der Unbekannte die 42jährige so dazu bewegen, ihm Geld zu überweisen.

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Die Landeshauptleute haben sich bei ihrer gestrigen Konferenz in Vorarlberg auf Antrag von Tirols Landeshauptmann Günther Platter darauf geeinigt, dass keine weiteren Natura-2000-Gebiete nachnominiert werden sollen. Zuletzt hatte die EU-Kommission ja rund 700 Nachnominierungen österreichweit, 60 bis 70 davon in Tirol, gefordert. Die Landeshauptleute sprechen von absolut überzogenen Forderungen und verlangen einen Vergleich mit anderen EU-Staaten. Da könne die EU dann erkennen, dass Österreich im direkten Vergleich überdurchschnittlich viele Natura-2000-Gebiete ausgewiesen hätte.

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Die Sozialpartner in Tirol wollen eine Zusammenlegung der Krankenversicherungs-anstalten verhindern. An die Koalitionsverhandler der ÖVP und der FPÖ in Wien haben sie eine klare Botschaft:

„Zentralisierung, nicht mit uns! Das Reagieren vor Ort und das Eingehen auf Probleme kann nur dezentral passieren. Und das ist glaube ich einer der wichtigsten Punkte. Wir sprechen uns ganz klar gegen ein Verwaltungsmonstrum in Wien aus“,

sagt Gerhard Seier, der Vorsitzende der Versicherungsanstalt Öffentlicher Bediensteter, kurz BVA Tirol. Laut einer deutschen Studie würden die Kosten der Krankenversicherungsträger bei einem Zusammenschluss um ein Fünftel ansteigen.

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Seit 1997 gibt es in Österreich die Autobahnvignette. Nach 20 Jahren heuer erstmals auch in digitaler Form, also nicht nur zum Picken auf der Windschutzscheibe.

„Der wesentliche Unterschied ist, dass die digitale Vignette auf das Kennzeichen bezogen wird. Das heißt, damit ermöglichen wir unseren Kunden, dass sie online über den Webshop, entweder über asfinag.at oder über unsere kostenlose App, diese digitale Vignette buchen können und so ganz korrekt wie bisher auch die Maut für unsere Autobahnen und Schnellstraßen bezahlen können“,

erklärt Asfinag Pressesprecher Alexander Holzedl. Ein Vorteil ist zum Beispiel für Wechselkennzeichenbesitzer, dass künftig nur mehr eine Vignette gekauft werden muss. Gültig ist die neue, rote Vignette – ob nun digital oder geklebt – ab 1. Dezember. Die digitale Vignette ist erst 18 Tage nach dem Online-Kauf gültig, da laut europäischem Konsumentenschutz der Kunden 14 Tage von einem Online-Kauf zurücktreten darf.

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Das neue Haus der Musik in Innsbruck, in das im kommenden Frühjahr die ersten Nutzer einziehen sollen, wird mehr kosten als gedacht. Veranschlagt wurden 58 Millionen Euro. Hinzu kommen jetzt bereits bestätigte 2,7 Millionen Euro diverser nicht miteingerechneter Kosten für den Erstbezug. Aber es wird noch teurer. Um wie viel, darüber hüllen sich Stadt und Land in Schweigen. Sowohl der Landeshauptmann als auch die Innsbrucker Bürgermeisterin bestätigen jedoch die Mehrkosten. Eine detaillierte Auflistung darüber soll es aber erst in einigen Wochen geben, heißt es.

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Am Frachtenbahnhof in Innsbruck läuft seit zehn Uhr am Vormittag eine groß angelegte Katastrophenübung mit Verschütteten und deren Bergung. Die Übungsannahme könnte dramatischer nicht sein: in einem einsturzgefährdeten Gebäude werden noch mehrere Personen vermutet, allerdings ist unklar wie viele und in welchem Zustand sie sich befinden. An der Übung nehmen die Johanniter mitsamt Hundestaffel, Bergeteam, Notärzten und Sanitätern, sowie eine Spezialeinheit für die technische Ortung der Freiwilligen Feuerwehr Mühlau teil.

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Und die Bachelorstudenten in Landeck bekommen mehr Platz. 2014 begann der Bachelorlehrgang „Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus“ mit 75 Studierenden, mittlerweile sind es mehr als 100 Erstsemestrige. Das Land mietet daher bis 2020 weitere Räume im Ausmaß von 1.000 Quadratmetern im ersten Stock des Nachbargebäudes in der Bruggfeldstraße an. 500.000 Euro werden investiert. Das sechssemestrige Vollzeitstudium wird gemeinsam von der Uni Innsbruck und der UMIT Hall angeboten und betreut.



(für Radio U1 Tirol, Peter Marksteiner)

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