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03.12.17: Hermann Glettler zum fünften Innsbrucker Bischof geweiht; drei Verletzte nach Kachelofenbrand in Kitzbühel & Andrea Haselwanter-Schneider ist Spitzenkandidatin der Liste Fritz für die Landtagswahlen 2018

Mit Standing Ovations und tosendem Beifall wurde der 52jährige Steirer Hermann Glettler gestern in der Olympiaworld in Innsbruck vor rund 8.000 Gläubigen und seinen Eltern zum fünften Bischof der Diözese Innsbruck geweiht. Auf die neun Fragen, ob er bereit sei, als Bischof Gott zu dienen meinte Glettler bei seiner Weihe:

„Mit Gottes Hilfe bin ich bereit.”

Glettlers Vorgänger und nunmehrige Linzer Bischof Manfred Scheuer spricht vom Bischof als Brückenbauer.

„Der Bischof soll ein Hoffnungsträger sein, ein Anwalt des Wir-Gefühls, das oft ziemlich auseinander geht. Der Bischof mus ein Wunderwuzzi oder ein Tausendsassa sein. Du, Bischof Hermann, du bist Seelsorger der Migranten und Armen gewesen, ein kultureller Brückenbauer zu den Gebildeten unter den Verächtern der Religion.”

Scheuer bedankte sich gestern auch ausdrücklich bei Generalvikar Jakob Bürgler, der die Diözese während der fast zweijährigen Sedisvakanz geschickt geleitet hat. Glettler ist seit gestern der neue Oberhirte von rund 385.000 Katholiken in der Diözese. Das freut auch Landeshauptmann Günther Platter. Er sagt:

„dass ich sehr beeindruckt bin und bin sehr froh darüber, dass wir nun einen neuen Bischof haben. Gott sei Dank ist es endlich soweit. Es war eine große Geduldsprobe, die wir in den letzten Monaten erleben mussten. Lieber Bischof Hermann, ich darf dich in Tirol auf das Allerherzlichste willkommen heißen.”

Auch der päpstliche Nuntius Peter Stephan Zurbriggen ist auf die lange Zeit des Wartens, immerhin fast zwei Jahre Sedisvakanz in Innsbruck, eingegangen und meinte dazu recht gut gelaunt:

„Viele fragen sich natürlich, warum es so lange gedauert hat. Liebe Brüder und Schwestern, auch ich frage mich das. Und in diesem Zusammenhang kommt mir ein Sprichwort in den Sinn: ‘Gottes Mühlen mahlen langsam!’ Und ich füge hinzu: Und die des Vatikans noch langsamer und vor allem anders!”

In seinen Schlussworten meint Bischof Herrmann:

„Jetzt ist es Zeit, auf Tirolerisch ‘isch Zeit’, mit Freude auf Gottes Ruf zu antworten. Also: geht, heilt und verkündet!”

Die Feier in der Olympiaworld gestern kostet die Diözese übrigens knapp 100.000 Euro.

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Brandalarm gab es heute gegen halb sechs Uhr in der Früh in Kitzbühel. In einem Wohnhaus ist der Kachelofen in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte die Flammen rasch löschen. Drei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das BKH St. Johann gebracht. Brandursache dürfte Überhitzung gewesen sein.

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Heute ist der erste Advent und für Tirols Händler wohl noch viel wichtiger: gestern war der erste Advent-Einkaufssamstag. Und der Tiroler Handel zeigt sich mit dem Beginn des Weihnachtsgeschäftes offenbar zufrieden. Besonders nachgefragt sind laut Alois Schellhorn von der Sparte Handel in der Tiroler Wirtschaftskammer Sportartikel. Das sei wohl dem schönen Wetter und der zum Sporteln einladenden Winterlandschaft zuzuschreiben. Ebenfalls gut verkaufen sich in den Tiroler Einkaufszentren Winterbekleidung, Elektroartikel, Spielwaren und Parfums. Laut Umfragen schenken wir Tiroler übrigens auch heuer wieder am liebsten Gutscheine.

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Andrea Haselwanter-Schneider ist gestern beim Bürgertag, also dem Parteitag der Liste Fritz in der Villa Blanka in Innsbruck, erwartungsgemäß zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahlen im Februar gewählt worden. Und zwar mit äußerst breiter Zustimmung der rund 120 Delegierten.

„Ich habe mich selber der Stimme enthalten und ich habe 100 Prozent erhalten. Das kann man fast gar nicht aussprechen. Das ist eine riesige Zustimmung und ich freue mich sehr darüber. Ich werde es auch sehr demütig annehmen und die Liste Fritz in die Tiroler Landtagswahl 2018 führen.”

Klares Wahlziel ist die Verdoppelung der Landtagsmandate auf vier. Die Liste Fritz bezeichnet sich selber als das soziale Gewissen des Landes und will das weiterhin bleiben, so der einhellige Tenor gestern.

„Lieber stark in der Opposition als schwach in der Regierung”,

so die 49jährige Spitzenkandidatin.

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Jener 27jährige Afghane, der Anfang der Woche in einer Flüchtlingsunterkunft im Unterland wie berichtet einen 13jährigen Landsmann sexuell missbraucht und danach mit dem Umbringen bedroht haben soll, wurde gestern in die Justizanstalt Innsbruck gebracht. Heute wird über den Antrag der Staatsanwaltschaft, über den 27jährigen die U-Haft zu verhängen, entschieden.

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Anlässlich des heutigen Welttages der Menschen mit Behinderungen wird heute einmal mehr die Gleichstellung in den Mittelpunkt gerückt. Ebenso wie das Recht auf Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, das auch in der UN-Konvention verankert ist. Aber:

„Von der Umsetzung dieser UN-Konvention sind wir noch meilenweit entfernt. Wir haben in Österreich seit dem Jahr 2006 ein Behindertengleichstellungsgesetz. In Wirklichskeit sind wir gerade einmal bei zehn Prozent angelangt. Kommunikative Barrieren, ökonomische Barrieren, also es gibt eine Fülle von Barrieren, die eine gleichberechtige Teilhabe an der Gesellschaft eigentlich nicht ermöglicht”,

kritisiert der Präsident des Bundesverbandes ÖZIV und des Behindertenrates, Klaus Voget, die österreichische Behindertenpolitik.  In Tirol haben zuletzt sieben Mädchen und fünf Burschen mit Behinderungen zwischen 13 und 20 Jahren ihre Vorstellungen zum Wohnen mit Behinderung mitgeteilt. Die Ergebnisse werden vom Migrationsausschuss aufgearbeitet und veröffentlicht.

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In einer Wohnung in Innsbruck ist gestern Abend ein Streit und zwei 22- und 23jährigen Afghanen völlig eskaliert. Angeblich wegen einer Couch sind die beiden zunächst verbal aneinander geraten, bis der 23jährige seinen Landsmann schließlich mit einem Messer angegriffen und verletzt haben soll. Der 22jährige konterte mit einem Faustschlag ins Gesicht seines Kontrahenten. Beide werden angezeigt.

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Eine Explosion hat gestern Nachmittag einen Brand in einem Gartenhaus in Weerberg ausgelöst. Vermutlich ist das Überdruckventil einer Propangasheizung leck geschlagen, woraufhin es zur Explosion kam. Das Gartenhaus wurde komplett zerstört, beim Wintergarten des angrenzenden Wohnhauses wurden die Fenster beschädigt. 20 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Weerberg konnten das Feuer relativ schnell löschen. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

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Verflixter könnte es gar nicht zugehen: ausgerechnet zum zehnjährigen Jubiläum steht die Hungerburgbahn in Innsbruck still. Wegen eines technischen Defekts kann die Bahn nicht fahren. Die Gäste werden einstweilen mit Ersatzbussen auf die Nordkette gebracht. Laut Geschäftsführer Thomas Schroll ist gestern am frühen Nachmittag die die Schwenkeinrichtung einer Kabine gebrochen. Bis wann der Defekt behoben werden kann, ist noch unklar. Auf den Tag genau vor zehn Jahren wurde die neue Hungerburgbahn damals wie berichtet in Betrieb genommen.

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Und in Neustift im Stubaital hat, wie die Polizei erst heute mitteilt, bereits am vergangen Sonntag ein unbekannter Täter die Geldtasche einer Einheimischen gestohlen. Mit zwei darin befindlichen Bankomatkarten hat der Unbekannte dann viermal Geld im Gesamtwert von mehr als 1.000 Euro abgehoben. Der Fehler der Stubaitalerin: sie hat die PIN-Codes der Bankomatkarten ebenfalls in der Geldtasche aufbewahrt.



(für Radio U1 Tirol, Peter Marksteiner)

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