UKW FREQUENZEN
05.12.17: Mißbrauchsvorwürfe: Erste Suspendierung+Kirchbichl: Schwerer Unfall auf der Loferer Straße+Ellmau: Ohne Führerschein betrunken in Laterne gekracht+

Ein schwerer Unfall hat sich gestern Abend auf der Lofererstraße in Kirchbichl ereignet. Aufgrund eines Bremsmanövers verlor ein 26jährige Lenker die Herrschaft über sein Traktorgespann und schlitterte in das entgegenkommende Auto einer 52jährigen Frau. Sie wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste mit der Bergeschere geborgen werden. Glück im Unglück hatte ein hinter der 52jährigen folgender Verkehrsteilnehmer. Er konnte gerade noch ausweichen. Die Unfallstelle war für rund ½ Stunde total gesperrt.

Keinen Führerschein und einen über den Durst getrunken. Das musste gestern Vormittag die Polizei aus Söll zur Kenntnis nehmen. Ein 35jähriger Bulgare war zuvor in Ellmau mit seinem Auto gegen eine Laterne gekracht und weitergefahren. Die Beamten konnten den Verkehrsflüchtigen allerdings auf einem Parkplatz in Ellmau wieder aufspüren. Der Alkotest ergab über zwei Promille.

Eine seltsame Abneigung gegen Fahrräder dürfte ein unbekannter Täter in Rum entwickelt haben. Nicht anders ist es zu erklären, dass bei rund 40 im Eingangsbereich der Wohnhausanlage Kugelfangweg stehenden Fahrrädern die Reifen aufgestochen wurden. Die Polizei in Rum bittet um zweckdienliche Hinweise.

Auf einen Tresor einer Installationsfirma in Mayrhofen haben es gestern Mittag zwei unbekannte Täter abgesehen. Ihr Pech: Sie wurden von Mitarbeitern in ihrem Tun und Treiben überrascht und mussten die Flucht antreten. Zuerst zu Fuß, dann mit dem Auto. Eine Fahndung der Polizei blieb ergebnislos.

Erste Konsequenzen hat das Land Tirol nach den Missbrauchsvorwürfen nun in der ehemaligen Skihauptschule Neustift gezogen. Ein in den 1990er-Jahren an der Skihauptschule im Schul- und Trainingsbereich tätiger Pädagoge wurde vorläufig suspendiert. Der Pädagoge soll unter anderem Schülerinnen beim Training unpassend berührt haben.

Am Innsbrucker Landesgericht wird heute das Verfahren gegen eine mutmaßliche Schlepperin fortgesetzt. Die mittlerweile 50-jährige Hauptangeklagte muss sich heute unter anderem wegen Schlepperei und Urkundenfälschung verantworten. Bereits im Jahr 2010 wurde derselbe Sachverhalt gegen 9 weitere Personen verhandelt. Die heute Angeklagte ist damals untergetaucht und konnte erst jetzt ausgeforscht werden. Sie soll vor 10 Jahren einigen kubanischen Staatsangehörigen mit gefälschten Einladungsschreiben die Einreise nach Tirol ermöglicht haben. Insgesamt sind 5 Verhandlungstage anberaumt. Die nächste Hauptverhandlung ist für den 28.12. angesetzt.

Nachdem Ende vergangener Woche das Finanzministerium wegen rechtlicher Bedenken die Auszahlung des Beschäftigungsbonus vorerst verweigert hat, wird jetzt die Rechtmäßigkeit der seit Juli gültigen Maßnahme überprüft. Im Rahmen des Beschäftigungsbonus sollten für zusätzlich eingestellte Mitarbeiter die Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen die Lohnnebenkosten für drei Jahre zu 50% refundiert bekommen. Im Raum steht nun eine Kürzung oder gar das rückwirkende Aus. Tirols AMS-Chef Anton Kern zeigt aufgrund der ausgezeichneten Konjunkturlage durchaus Verständnis für die Überlegung, den Beschäftigungsbonus zu streichen.

Ein Schreiben der Gemeindeabteilung vom Land Tirol sorgt derzeit bei Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer für Kopfschütteln. Das Schreiben weist darauf hin, dass die Vergnügungssteuer zwar abgeschafft wurde, die Gemeinden aber über den Umweg des Finanzausgleichsgesetzes nach wie vor Kartensteuern einfordern können. Bei Kinos wären es bis max. 10 Prozent des Eintrittsgeldes, und bei Veranstaltungen 25%. Bodenseer appelliert nun insbesondere auch an die Innsbrucker Gemeindepolitik, die Polit-Posse einzustellen und sich ohne Wenn und Aber zum Standort Innsbruck zu bekennen.

Und keine guten Nachrichten hat der Nikolaus für viele Kinder in Belgien. Denn eine Kundler Transportfirma ist Betrügern aufgesessen. Insgesamt 66 Paletten Schokolade sind beim Transport von Vorarlberg in Richtung Belgien verschwunden. Dort auch nie angekommen. Der Schaden liegt im niederen sechsstelligen Bereich.

Für Radio U1 Tirol: Andi Madersbacher

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