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11.01.18: Mordprozess nach Tod einer 26jährigen Wörglerin beginnt heute, basierend auf Indizien; Platter präsentiert Zeitplan für Fernpass-Scheiteltunnel & Krankenhaus Zams sagt langen Wartezeiten den Kampf an

 Im Mordfall Jennifer V. startet heute am Landesgericht Innsbruck der Prozess gegen den Schwiegervater der Frau. Die 26-jährige zweifache Mutter aus Wörgl war Anfang Februar 2017 als vermisst gemeldet worden. Zwei Monate später wurde ihre Leiche bei Kirchbichl aus dem Inn gezogen. Der Vorwurf gegen ihren 43-jährigen Schwiegervater wiegt schwer:

„Der Vorwurf gegen den Angeklagten lautet, dass er auf eine bislang nicht bekannte Art und Weise am 2. Februar 2017 die Frau getötet hat. Er ist daher wegen des Verbrechens des Mordes angeklagt‟,

erklärt Hansjörg Mayr, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Der Angeklagte bestreitet die Tat vehement. Beweise gibt es nicht, der heutige Prozess stützt sich also auf Indizien. Dem 43-jährigen droht lebenslange Haft. Ein Urteil der Geschworenen ist frühestens morgen Abend zu erwarten.

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Quasi im Viertelstundentakt sind gestern Abend auf der Rodelbahn in Hainzenberg im Zillertal bei vier Unfällen mit identischem Unfallhergang aber unabhängig voneinander vier Personen verletzt worden – drei von ihnen schwer. Gemeinsam haben alle Unfälle, dass die jeweiligen Rodler die Kontrolle über ihr Wintersportgerät, also ihre Rodel, verloren haben. Um 20:15 Uhr ist e seiner 30jährigen Britin so ergangen. Sie hat sich dabei den rechten Fuß gebrochen. Eine Stunde später ist eine 47jährige Deutsche gestürzt und hat sich das rechte Unterschenkel-Sprunggelenk gebrochen. Eine weitere Viertelstunde später, also gegen halb zehn Uhr, hat sich ein 29jähriger Deutscher mehrere Rippen gebrochen und eine Gehirnerschütterung zugezogen. Und noch einmal eine Viertelstunde später ist auf derselben Rodelbahn eine 26jährige Niederländerin unbestimmten Grades verletzt worden, nachdem sie die Kontrolle über ihre Rodel verloren hat. Die junge Frau hat sich das rechte Knie verdreht.

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Obwohl der dazugehörige Landtagsbeschluss noch fehlt, hat Landeshauptmann Günther Platter jetzt einen Zeitplan für den Bau eines Fernpass-Scheiteltunnels präsentiert. Demnach beginnen heuer die Planungen des 1.360 Meter langen Tunnels. Der Spatenstich könnte 2021 stattfinden, bevor der rund 100 Millionen Euro teure Tunnel 2025 eröffnet werden soll. MIt dem Bau des Fernpass-Scheiteltunnels rückt für Platter auch der rund vier Kilometer lange Tschriganttunnel wieder in Reichweite. Verkehrsminister Norbert Hofer will die Wiederaufnahme dieses Tunnels in den Generalverkehrsplan Österreichs prüfen lassen.

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In Kufstein ist gestern Vormittag eine 83jährige Frau beim Überqueren der Straße derart unglücklich gestürzt, dass sie teilweise unter einem verkehrsbedingt stehen gebliebenen Auto liegen geblieben ist. Als das Auto angefahren ist, hat es die Pensionistin teilweise überrollt. Schwer verletzt wurde die Frau in das BKH Kufstein gebracht.

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Wir bleiben noch kurz in der Festungsstadt Kufstein: Dort bleibt der radikale Aufnahmestopp in den Pflegeheimen vorerst aufrecht. Es finde sich einfach kein geeignetes Personal, erklärt der Kufsteiner Bürgermeister, Martin Krumschnabel: „Wir sind am Arbeitsmarkt ständig auf der Suche nach Pflegerinnen und Pflegern, allen die uns in diesem Zusammenhang helfen können, aber das gesetzliche Korsett, we rim Altenheim überhaupt mithelfen darf, ist sehr, sehr eng. Und es geht letztlich auch um Haftungsfragen, falls man den Personalschlüssel nicht erfüllen würde und es würde etwas passieren – das darf natürlich nicht sein.‟ Von dem Aufnahmestopp ist übrigens nicht nur die Kufsteiner Bevölkerung betroffen, sondern auch Bürger aus den umliegenden Gemeinden, wie beispielsweise Schwoich und Thiersee.

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follow site Gemeinsam mit der Leitstelle Tirol sowie dem Rettungsdienst Tirol in Imst und Landeck startet das Krankenhaus Zams jetzt im Jänner ein Pilotprojekt zur Verkürzung von Wartezeiten bei Krankentransporten zu Kontrolluntersuchungen. Warum es immer wieder zu längeren Wartezeiten kommt, liegt vor allem an fehlenden Kapazitäten.

„Wenn man sich die Zahlen der letzten Jahre anschaut, zum Beispiel 2013 haben wir rund 75.000 Patienten im Ambulanzbereich behandelt. 2017 waren es mittlerweile schon 90.000 – das ist also fast ein Plus von einem Fünftel‟,

sagt Dominik Siegele, stellvertretender Pflegedirektor im Krankenhaus Zams. In erster Linie sollen die Kontrolltermine von Liegend- und Tragstuhlpatienten effizienter koordiniert werden. Eine Ausweitung auf andere Krankenhäuser ist nach Ende des Pilotprojektes angedacht.

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In Innsbruck hat heute gegen zwei Uhr in der Nacht ein unbekannter Täter die Auslagescheibe eines Bekleidungsgeschäftes eingeschlagen. Aus dem Verkaufsraum hat er eine Handkasse mit einigen hundert Euro Bargeld darin mitgehen lassen. Der Mann ist etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß und hat eine Kappe sowie einen schwarzen Helm und eine schwarze Snowboardjacke getragen. Geflüchtet ist der Unbekannte mit einem silber-rosanen Moped.

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go to link Beim Nachheizen in ihrem Ofen ist gestern Vormittag einer 78jährigen Innsbrucker Wohnungsbesitzerin brennendes Material aus dem Ofen gefallen, wodurch ein Teppich und in einer Metallwanne gelagerte Holzpellets Feuer gefangen haben. Die Berufsfeuerwehr Innsbruck hat den Brand schnell löschen können. Die Wohnung wurde einige Zeit lang belüftet, um den Rauch wegzubekommen. Die Höhe des entstandenen Schadens ist nicht bekannt.

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Gebrannt hat es gestern Mittag auch in Breitenbach am Inn. Ein 21jähriger Unterländer bemerkte gegen 12:30 Uhr plötzlich Brandgeruch und Flammen aus seinem Kofferraum. Der junge Lenker hat sein Auto sofort angehalten und hat noch versucht, den Kanister im Kofferraum, der in Brand geraten war, noch selber zu löschen. Er hat den Kanister und weitere brennende Sachen aus dem PKW geworfen. Ein weiteres Übergreifen der Flammen hat er jedoch nicht mehr verhindern können. Beim Eintreffen von 15 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Breitenbach ist das Auto bereits in Vollbrand gestanden. Es konnte rasch gelöscht werden. Der 21jährige Lenker hat an der linken Wade eine leichte Brandwunde erlitten. Das Auto ist total, der Anhänger im Bereich der Anhängevorrichtung schwer beschädigt worden.

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source site Und Sägemehl, das in den Motor einer Absaugmaschine geraten ist, war gestern Nachmittag Ursache für einen Brandalarm in einem Imster Industriebetrieb. Ein Mitarbeiter konnte das Feuer mit einem Feuerlöscher schnell ersticken. Die Feuerwehr musste nicht mehr ausrücken.



(für Radio U1 Tirol, Peter Marksteiner)

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